Was die Verwaltung bewegt.

10.04.2019

Cassini CEO diskutierte auf der Digital World & Governance

André Stebens bezog Stellung zur Rolle von Beratungen im digitalen Change.

Am 21. und 22. März 2019 fand die 2. Executive Convention Digital World & Governance im Berliner Hotel de Rome statt. Der Kongress von Wegweiser in Partnerschaft mit VOICE – Bundesverband der IT-Anwender nahm die verantwortungsvolle Steuerung der digitalen Transformation ins Visier. Rund 250 Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Hochschulwesen tauschten sich über Organisations- und Führungsstrukturen, Regulierungsfragen und Marktveränderungen durch Technologie und Automatisierung aus.

Über die digitale Wertschöpfung und Selbstbestimmung im eigenen Land sprachen im Eröffnungsplenum hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Lehre – unter ihnen Cassini CEO André Stebens. Sie diskutieren darüber, wie Deutschland und Europa angesichts der wirtschaftlich und technologisch starken Player aus den USA und China nicht den Anschluss verliert. Die Podiumsteilnehmer machten deutlich, dass es zahlreiche Programme für digitalen Wandel und Innovation gäbe. Von einer europäischen Institutionalisierung wie Airbus im Flugzeugbau zeigten sie sich jedoch wenig überzeugt. Schon heute würden vielerorts wichtigen Weichenstellungen zur Digitalisierung getroffen – auch auf Seiten der öffentlichen Verwaltung. Wie hier Staat wirken kann und welche Rolle dabei Beratungen spielen, machte André Stebens deutlich.

Die öffentliche Verwaltung brauche externe Berater, um ihre Digitalisierungsvorhaben erfolgreich zu bewältigen. Nur sie könnten den starken Personalbedarf kompensieren und verfügten über praxiserprobtes Wissen und Erfahrung. Gleiches gelte für die Privatwirtschaft. Dennoch bleibe der Staat Herr des Verfahrens – mit einem klaren Vergabesystem und Rahmenverträgen, die durch Diversifikation ungewünschten Abhängigkeiten vorbeuge. Auswüchse könnten daher nur im Governance-leeren Raum entstehen, also wenn die Verantwortung für die Umsetzung politischer Ziele in die Beratungshäuser delegiert werde. Daher müsse sich der Bund auf Kernkompetenzen besinnen und einen funktionierenden Markt an potentiellen Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen ohne Wissensmonopole sicherstellen. „Insbesondere deutsche, mittelständische Unternehmen können dabei eine wichtigere Rolle einnehmen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Mitarbeiter dieser Unternehmen Aufgaben mit hoher Verantwortung, Professionalität und Loyalität annehmen und erfüllen“, so Stebens.